Volkswagen Fleet Magazine

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Technik  |  Im Gespräch mit Janne Friederike Meyer


Weltklasse im Sattel

Janne Friederike Meyer ist eine der erfolgreichsten deutschen Springreiterinnen und viel mit dem Pferdeanhänger unterwegs. Fleet Driver traf sie beim Trailer-Workshop auf dem Niedersächsischen Landesgestüt Celle zum Interview.

Fleet Driver: Wie viel Training ist nötig, um in der Weltspitze erfolgreich zu sein?

Janne Friederike Meyer: Ich habe schon als ganz kleines Kind mit dem Reiten angefangen – noch sehr spielerisch, aber mit einer riesigen Begeisterung. Jeden Tag nach der Schule habe ich im Stall verbracht. Heute sitze ich täglich von 8 bis 13 Uhr im Sattel und reite mindestens sechs Pferde. An den Nachmittagen plane ich dann die nächsten Turniere und kümmere mich um meine Reitanlage.

Erinnern Sie sich noch an Ihr erstes Pony oder Pferd?

Janne Friederike Meyer: Ja, mein erstes Pony war Mücke. Das war ein Freund, mit dem konnte man alles machen, Schlitten fahren, durch den Wald galoppieren und Ponyrennen machen.

Mit ihr hatten Sie auch Ihren ersten Turniererfolg?

Janne Friederike Meyer: Ich denke, es war mit Mücke. Aber ich kann mich auch täuschen, denn mein eigentliches Highlight mit Mücke war, als ich den ersten Parcours bis zum Ende geschafft habe. Sie ist nämlich immer stehen geblieben, weil sie nicht richtig zum Springen ausgebildet war. Das war damals mein größtes Erlebnis – und dann ging es immer so weiter.

Wie wichtig ist die Verbindung zwischen Pferd und Reiterin für den sportlichen Erfolg?

Janne Friederike Meyer: Es ist durchaus möglich, dass jemand anderes ein gutes Pferd erfolgreich übernimmt. Ich vergleiche es aber gern mit Tanzpartnern: Wenn man auf demselben Level tanzt und tauscht den Partner, kennt man zwar die Schritte, aber die Feinabstimmung und Harmonie muss man sich über Jahre hinweg erarbeiten. Nur so weiß man, wie der andere in ganz bestimmten Situationen reagiert. Das macht ein Paar so besonders.

Sprechen Sie mit Ihrem Pferd oder ist das überbewertet?

Janne Friederike Meyer: Ich spreche schon mit meinem Pferd, aber ich glaube nicht, dass es mich wortwörtlich versteht. Man kann es mit der Stimme motivieren oder zurechtweisen. In Verbindung mit der Körpersprache versteht das Pferd, was man möchte. Aber es ist eher an die Stimmlage als an das einzelne Wort gebunden.

Haben Sie ein besonderes Ritual vor dem Turnier?

Janne Friederike Meyer: Nein, ein Ritual habe ich nicht. Was ich aber nicht abkann, ist, wenn etwas ungerade verschnallt ist. Es ist natürlich albern, aber da muss alles ganz gerade und ordentlich sein, damit ich das Gefühl habe, bereit zu sein.

Und einen Glücksbringer – das Hufeisen vom ersten Pony?

Janne Friederike Meyer: Nein. Aber wenn ich von Freunden oder Pferdebesitzern Glücksbringer für ein bestimmtes Turnier mitbekomme, dann schleppe ich die alle mit.

Für Ihren Sport geht es nicht ohne Anhänger – vor welche Herausforderungen stellt Sie Ihre wertvolle Fracht?

Janne Friederike Meyer: Das Fahren an sich ist für die Pferde nicht das Problem. Aber ich muss meinen jungen Pferden beibringen, erst auf den Hänger und dann rückwärts wieder herauszugehen. Da braucht es vertrauensbildende Maßnahmen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es gut ist, die Pferde ein paar Mal auf dem Hänger zu füttern. Was auch wichtig ist: Die Pferde wissen nicht, was ich als Fahrerin als nächstes mache. Ich muss also sehr vorsichtig beim Anfahren und Bremsen sein.

Mit dem Pferdeanhänger einzuparken, ist sicherlich auch kein Kinderspiel, oder?

Janne Friederike Meyer: Das ist sehr unterschiedlich. Es gibt schon komfortable Turnierplätze mit riesigen Wiesen. Im Stall ist das Einparken aber oft ein Problem. Meist stehen viele Anhänger sehr dicht nebeneinander. Dann die Lücke zu treffen, in die man rein soll, ist schon schwierig.

Hat Ihnen der Trailer Assist dabei geholfen?

Janne Friederike Meyer: Ich finde es beeindruckend, wie einfach es ist. Am meisten fasziniert mich die Funktion, dass das Auto von selbst geradeaus rückwärts fährt. Wenn man einmal irgendwo falsch reingefahren ist und zurück durch ein schmales Tor muss, kann man das Lenkrad gar nicht immer so gerade korrigieren. Meist verkantet sich dann der Anhänger. Dass ich das mit Trailer Assist einfach einstellen konnte und das Auto übernimmt das Geradehalten von allein, war eine unheimlich entspannende Situation.

Und wie klappte es beim Einparken um die Kurve?

Janne Friederike Meyer: Das Auto verkantet sich auch hier nicht. Man muss natürlich lernen, den richtigen Winkel einzuschätzen, damit es passt, um die Kurve zu fahren. Aber man kann ganz leicht korrigieren, wenn man merkt, dass man es nicht ganz passend eingestellt hat. Ich musste nie ins Lenkrad greifen oder noch einmal vorfahren. Es ist super einfach: Wenn man mit dem Anhänger nach links will, schaltet man den Drehknopf auf links.

Dem Pferd wird beim Einparken also nicht mehr übel.

Janne Friederike Meyer: Genau. Wobei Pferden das, soweit ich das weiß, beim Fahren eh nicht passiert. Aber das Hin- und Herfahren bleibt ihnen glücklicherweise erspart.