Volkswagen Fleet Magazine

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Technik  |  Die Zukunft des Cockpits


The future is now

In Cockpits künftiger Autos werden Science-Fiction-Träume wahr. Statt mit konventionellen Tasten und Schaltern bedienen Fahrer wichtige Funktionen über Displays, Sprache und touch-sensitive Flächen. Fleet Driver gibt einen Einblick über den aktuellen Entwicklungsstand.

Smartphones und Tablets haben uns das Drücken auf Tasten und Schalter bereits weitgehend abgewöhnt. Wir tippen und wischen auf Touchscreens, sprechen unsere Frage nach der nächsten Tankstelle ein und werden per Sprachausgabe zum Ziel navigiert. Die digitale Transformation wirkt sich ebenfalls auf die Interieur-Designs und Bedienkonzepte von Autos aus. Tasten und Schalter werden schon bald immer seltener in Mittelkonsolen oder an Lenkrädern zu finden sein. Stattdessen bedient der Nutzer der Zukunft Fahrfunktionen und Infotainment-Features zunehmend über Annäherungssensorik sowie Gesten- und Sprachsteuerung.

Der Anfang ist gemacht

Ein Beispiel: Bereits im neuen Golf kann erstmals in der Kompaktklasse das Radio-Navigations- und Onlinesystem via Gestensteuerung bedient werden. Sie ist mit dem Topsystem „Discover Pro“ des Modularen Infotainmentbaukastens (MIB) erhältlich und funktioniert in verschiedenen Menüs. Durch eine Wischgeste mit der Hand werden die horizontal angeordneten Menü-Punkte nach links oder rechts verschoben. Der Fahrer kann sich so durch das Hauptmenü bewegen, die Radiosender ändern und in seinen Songs vor- und zurückspringen sowie im sogenannten Picture Viewer und in den Musikalben (Coverflow) blättern. Ein Lichtreflex und ein visualisiertes Hand-Symbol zeigen dabei an, welche Kontexte per Gestensteuerung bedienbar sind. Unterstützt wird die Bedienung durch ein visuelles Interaktionsfeedback; eine erfolgreich ausgeführte Wischgeste bestätigt das System zudem über einen – auf Wunsch auch abschaltbaren – Soundeffekt.

Die nächste Stufe …

Eine Weiterentwicklung des – ebenfalls erstmals für den neuen Golf erhältlichen – Active Info Displays (voll digitalisiertes Kombi­instrument) feierte auf der CES 2017 Premiere: das 3D Active Info Display. Hier sorgen zwei hintereinander angeordnete Bildschirme für einen faszinierenden Tiefen­eindruck sowie eine exzellente Bildqualität. Unterstützt wird die Bedienung durch Eyetracking. Ruft man beispielsweise zwei Menüs im Display auf, erkennt das System, ob der Blick gezielt auf das linke oder rechte Menü gerichtet wird und wählt dieses sofort an. So wird die Steuerung nochmals deutlich vereinfacht. Mit dem Augmented Reality (AR) Head-up-Display werden schließlich mittelfristig reale und virtuelle Welt verschmelzen. Es projiziert Informationsgrafiken virtuell vor das Fahrzeug. Durch die natürliche Positionierung direkt auf der Fahrbahn fügt sich die Darstellung nahtlos in die Umgebung ein, der Fahrer erfasst sie leichter und versteht sie auf Anhieb – das Ablenkungsmoment wird maßgeblich reduziert.

Level-up

Nicht zuletzt sind es die Fortschritte auf dem Weg zum autonomen Fahren, die das künftige Cockpit-Design entscheidend beeinflussen werden. In fünf Stufen soll dieser Weg ablaufen: Während in den ersten beiden Stufen assistierende und teilautomatisierte Systeme noch dauerhaft vom Fahrer überwacht werden müssen, ist dies in der dritten, automatisierten Stufe (bedingte Automation) nicht mehr dauerhaft nötig. Der Fahrer muss aber dennoch weiterhin sofort eingreifen können, wenn das System ihn dazu auffordert. Ab hier wird auch das Lenkrad in seiner heutigen Form endgültig abgelöst – von einem kleineren, multifunktionalen Lenkpad. Wenn sich das Auto auf dem weiter automatisierten vierten Level (hohe Automation) in einem speziellen Rahmen weitgehend autonom und in Stufe fünf schließlich gänzlich fahrerlos bewegt (volle Automation), dürfte aber selbst das nicht mehr im Cockpit zu finden sein.