Volkswagen Fleet Magazine

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ŠKODA  |  Deutsche Rallye-Meisterschaft 2016


Rock’n’Rallye

Es ist Freitagabend bei der Drei-Städte-Rallye, dem entscheidenden letzten Lauf zur Deutschen Rallye-Meisterschaft 2016. Die Fahrzeuge sind gerade auf der Strecke und durchlaufen die ersten vier Wertungsprüfungen. Kurze Verschnaufpause für die ŠKODA Crew, ehe Fabian Kreim und Frank Christian mit dem FABIA R5 zum abschließenden Service für diesen Tag noch einmal hereinkommen.

„Jetzt sind die beiden dran. Wir haben unser Möglichstes getan“, konstatiert Christian Wiedenhöfer. Der Car Chief, wie der Chefmechaniker hier heißt, wirkt gelassen – obwohl er und sein Team wissen, dass es hier und jetzt um alles geht. 21 Punkte Vorsprung nach acht von neun Rallyes bedeuten zwar, dass selbst bei einem Sieg der schärfsten Rivalen ein sechster Platz zum Meistertitel reichen würde. „Aber es gäbe nichts dämlicheres als sich darauf auszuruhen“, warnt „Wiedi“, wie er von seinen Kollegen freundschaftlich genannt wird.

Er und die übrigen Mechaniker Bohumir Kernstock, Roman Wagenhöfer und Riccardo Holzer sind aus dem Servicebereich ins Cateringzelt nebenan gewechselt, wo es Leberkäse, Salat und Getränke gibt. Hier ist das Reich von Caterer Steffen Rauchmaul, der heute und am Schlusstag  je nach Andrang mit drei bis sechs Helfern für die Verpflegung von Crew, Journalisten sowie geladenen ŠKODA Händlern und weiteren Gästen sorgt.

Derweil besprechen Andreas Leue, Leiter Motorsport bei ŠKODA und Raimund Baumschlager noch einmal die anstehenden Aufgaben. Baumschlager, selbst überaus erfolgreicher österreichischer Rallye-Pilot, hat das von ŠKODA unterstützte Team Baumschlager Rallye Racing (BRR) gemeldet und stellt die Crew, zu der außerdem Renningenieur Walter Illmer und Logistiker Stefan Hohensperger gehören.

Alle(s) in Top-Form

Idealerweise melden die Piloten keine Auffälligkeiten am Fahrzeug und die Mannschaft kann sich – so wie heute – auf Routinearbeiten beschränken: Spur- und Sturzvermessung, Überprüfung von Brems- und anderen Flüssigkeiten. Bei Bedarf würden sie in der Kürze der Zeit allerdings sogar das Getriebe, Stoßdämpfer oder Bremsscheiben austauschen.
Derweil ist Fabian Kreim bei Renningenieur Walter Illmer und dessen Rechnern gelandet. Telemetrie, also Eingriffe in die Fahrzeugtechnik während des Wettbewerbs, sind nicht möglich, aber die Computer zeichnen diverse Parameter auf, die jetzt ausgewertet werden. Auch wenn wie heute Platz eins nach den ersten vier Wertungsprüfungen zu Buche steht, ist diese Datenanalyse wichtig. Anhand ihrer legt der „Fahrwerkspabst“ Illmer gemeinsam mit Baumschlager und Kreim fest, mit welchem Setup und welchen Reifen gefahren wird.

Happy Finale

Pünktlich verlässt der FABIA R5 das knapp 100 Quadratmeter große Werkstattzelt und das komplette Team verschwindet, um eine Mütze Schlaf zu nehmen. Viele Ruhestunden gibt es dafür nicht, denn am Samstag um exakt 9:32 Uhr schickt die Boxencrew die Piloten bereits auf die restlichen sieben Wertungsprüfungen.
Jetzt heißt es Daumendrücken für den großen Erfolg. Wieder verlagert sich das Geschehen ins Cateringzelt zu frischem Kaffee, Brötchen und Weißwürsten. Doch plötzlich wird es unruhig. Erst nur Getuschel, dann Hektik, Stimmengewirr. Was ist los? Sind die Piloten von der Strecke abgekommen? Haben sie ein Technikproblem, einen Reifenschaden? Dann Erleichterung: Die Meldung von der Strecke betrifft nicht den FABIA R5, sondern den einzigen ernst zu nehmenden Rivalen. Er ist mit einem Technikdefekt ausgefallen. Was nichts anderes bedeutet, als: Egal wie dieser letzte Meisterschaftslauf ausgehen wird, der Titel ist errungen.

Die Teammitglieder fallen sich um den Hals – und der einzige, der nun ganz viel zu tun hat, ist Stefan Hohenberger. Der Logistikchef muss nämlich viel früher als erwartet zwei Dinge hervorholen, die bei allem Optimismus bisher verborgen wurden: Zum einen den Karton mit den Meisterschafts-T-Shirts und zum anderen eine neue Motorhaube. Auf ihr prangt der Schriftzug „Champions 2016“ unter einem großen Portrait von Fabian und Frank.

„Let’s get the party started“

Als die beiden Fahrer um 11:41 Uhr zum Service hereinkommen ist erst einmal Jubel angesagt. Zu den ersten, die den Siegern gratulieren, zählen Michal Hrabánek, Direktor von ŠKODA Motorsport und Frank Jürgens, Sprecher der Geschäftsführung ŠKODA AUTO Deutschland. Und wieder zeigt der FABIA R5 seine Qualität, denn auch die Mechaniker haben dank des perfekten Zustands des Fahrzeugs kurz Zeit, um zu gratulieren und zu jubeln. Was aber nichts an der Professionalität ändert, mit der sie dann wie immer die anstehenden Checks und Routinearbeiten angehen – wobei dieses Mal für die verbliebenen Wertungsprüfungen schon einmal die „Meisterhaube“ installiert wird.

Fabian Kreim und Frank Christian wissen, was sie an ihrer Crew haben. „Ohne das gesamte phantastische Team wäre solch ein Triumph gar nicht möglich“ bedankt sich Fabian. Und ergänzt mit Blick auf das Pech der Konkurrenten fair: „So wollten wir eigentlich nicht gewinnen, wir hätten gerne den Wettkampf bis zum Schluss geführt.“ Und genau das tun er und Frank dann auch, denn am Ende des Tages feiern sie den sechsten Sieg in neun Läufen. Für Car Chief „Wiedi“ und die Jungs des Teams gibt es bei der offiziellen Siegerehrung am Abend die obligatorische Sektdusche, ehe es zur traditionellen Feier in einen riesigen Saal geht. Ende offen.