Volkswagen Fleet Magazine

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Kunst.Werk

„Wie war zu Köln es doch vordem, mit Heinzelmännchen so bequem“, so beginnt das bekannte Gedicht von den Heinzelmännchen, jene kleinen Kreaturen, die des Nachts durch Haus und Wohnung huschen und allerhand gute Taten vollbringen. Allerdings nur so lange bis die Schneidersfrau nachts Erbsen auf dem Boden verstreut, über die die kleinen Wichte purzeln – und dann für immer verschwinden.

Die Ausstellung

Von diesen kleinen Wesen hat garantiert jeder schon einmal gehört, von deren Vater, August Kopisch, eher weniger. Zeit, dem im Breslau geborenen Kopisch eine Ausstellung zu widmen. Denn er war weit mehr als der Erfinder der Heinzelmännchen; er war Maler, Dichter, Entdecker und Erfinder. Deshalb widmet die Nationalgalerie in Berlin dem 1853 verstorbenen Kopisch nun eine Ausstellung, die allererste Ausstellung zu Kopischs Lebenswerk überhaupt. In fünf Ausstellungsräumen sind neben rund 40 Gemälden und Zeichnungen etwa 80 weitere Exponate zu sehen, die Zeugnis von Kopischs abwechslungsreichem Schaffen ablegen – darunter Erfindungen, wie Vertonungen, Briefe, Veröffentlichungen, Illustrationen sowie der sogenannte Reise- beziehungsweise Schnellofen, der mit Spiritus befeuert wurde und auf den Kopisch sogar ein Patent angemeldet hatte. Kopisch war aber weit mehr als Künstler: So machte er sich einen Namen, als er 1826 auf der Insel Capri die Blaue Grotte entdeckte, die seither ein begehrtes Ziel von Reisenden ist. Diese Entdeckung wird in der Ausstellung durch zahlreiche Gemälde von Kopisch und seinen Zeitgenossen inszeniert. Zudem thematisiert die Ausstellung Kopisch Studienzeit, seinen Aufenthalt in Italien und zeigt eine Vielzahl seiner gestalterischen Werke und Dichtungen. Ein Highlight: Die an Kopischs Pleorama erinnernde mediale Installation, die den Besucher eine fiktive Bootsfahrt entlang der Küste Neapels nachempfinden lässt.

Das Drumherum

Begleitend zur Ausstellung findet zudem eine Vortragsreihe statt (Termine siehe Kasten). Dabei werden einzelne Werke und Aspekte des Schaffens Kopischs beleuchtet. Auch für alle kleinen Besucher hat die Alte Nationalgalerie etwas in petto: Ein interaktiver Multimediaguide lädt Kinder ab 8 Jahren zur spielerischen Auseinandersetzung mit der Ausstellung ein. Die App führt durch die Ausstellung – und hält jede Menge Überraschungen bereit. So ist es auf dem Tablet möglich, verborgene Bilder freizuwischen, Details unter die Lupe zu nehmen, phantasievolle Farbnamen zu kreieren und Kopischs Reiseofen zum Glühen zu bringen. Auf diese Weise lernen die jungen Besucher August Kopisch nicht nur als Künstler mit unzähligen Talenten kennen, sondern werden selbst zu Malern, Dichtern, Entdeckern und Erfindern. Der Multimediaguide ist an der Museumskasse kostenlos erhältlich. Last but not least: Pünktlich zur Ausstellung erscheint zudem ein aufwendig bebilderter Katalog mit Beiträgen von Udo Kittelmann, Birgit Verwiebe, Dieter Richter, Sabina Magnani von Petersdorff, Andreas Platthaus und Benjamin Rux im Sandstein Verlag.

Termine Vortragsreihe:

Donnerstag, 12.05.2016, 18.30 Uhr: Dieter Richter: August Kopisch und die Insel Capri

Donnerstag, 26.05.2016, 18.30 Uhr: Florian Illies: Malerei als Rausch. Die Farbexzesse des August Kopisch

Donnerstag, 16.06.2016, 18.30 Uhr: Andreas Platthaus: „Ach, dass es noch wie damals wär“ – Die Masken des Dichters August Kopisch

Die Vorträge finden im Deutsch-Römer-Saal der Alten Nationalgalerie statt. Tickets für die Veranstaltungen sind an der Abendkasse erhältlich (12 Euro/ 6 Euro ermäßigt).

Ausstellungsdetails

Dauer

19. März bis 17. Juli 2016

Verkehrsanbindung

U-Bahn U6 (Friedrichstraße)

S-Bahn S1, S2, S25 (Friedrichstraße); S5, S7, S75 (Hackescher Markt)

Tram M1, 12 (Am Kupfergraben); M4, M5, M6 (Hackescher Markt)

Bus TXL (Staatsoper); 100, 200 (Lustgarten); 147 (Friedrichstraße)

Eintritt

12 Euro (6 Euro ermäßigt)

Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Öffnungszeiten

Di, Mi, Fr, Sa & So 10 bis 18 Uhr, Do 10 bis 20 Uhr