Volkswagen Fleet Magazine

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Lifestyle  |  Ars Electronica


DRIVEN by ART

„Das Geheimnisvolle ist das Grundgefühl, das an der Wiege von wahrer Kunst und Wissenschaft steht. Wer es nicht kennt und sich nicht mehr wundern kann, der ist sozusagen tot und sein Auge erloschen.“ So provokant sich die Aussage Albert Einsteins aus dem Jahr 1952 liest – in der aktuellen Ausstellung des DRIVE. Volkswagen Group Forums zeigt sie sich evidenter denn je.

Wir schreiben das Jahr 2016: An der Schnittstelle von Technologie, Gesellschaft und Zukunft treffen sich die Volkswagen Aktiengesellschaft und die Ars Electronica Linz. In der neuen, gemeinsamen Ausstellung „Human Factor – Endless Prototyping“ beschäftigen sich beide mit der Frage, wie Menschen den gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen des digitalen Zeitalters begegnen können.

In dem Versuch, sich einen idealen Lebensraum einzurichten, sieht sich der Mensch mit immer komplizierteren und intelligenteren Maschinen und Systemen konfrontiert – mit der überfordernden Existenz einer immer unübersichtlicheren, technisierten Gesellschaft. Die Ausstellung präsentiert noch bis zum 27. August 2016 Kunstwerke, die den Faktor „Mensch“ in seiner digitalen Umwelt reflektieren. Gemeinsam mit Ingenieuren, Technologen und Wissenschaftlern entwarfen rund fünfzig internationale Künstler künstlerische Prototypen, um Antworten auf soziale, ökologische und ökonomische Fragen zu finden.

The Artists.

Zentrale Arbeit ist in diesem Jahr David Quayolas „Sculputure Factory“. Inspiriert von Michelangelos Non-Finito-Technik lässt der Künstler einen eigens programmierten Industrieroboter zahlreiche Variationen der weltberühmten Laokoon-Gruppe aus einem EPS-Block fräsen. Die desinteressierte Intelligenz der Maschine tritt dabei an die Stelle des Künstlers und schafft jeweils „ihre“ Version eines der bedeutendsten Werke der Bildenden Kunst. Ebenfalls bei „Human Factor – Endless Prototyping“ vertreten: Die Künstler Michael Burton und Michiko Nitta. Mit Instruments of the Afterlife fragen sie sich, ob künftige Generationen aus einer kontaminierten und verschmutzten Welt heraus nützliche Materialen für die Zukunft entwickeln können werden. Die Künstler stellen eine Reihe neuer Werkzeuge aus Biologie und Nanotechnologie vor, um eine mögliche Zukunft ohne Müll zu skizzieren.

In der theatralischen Installation „Human Study #1, 3RNP von Patrick Tresset werden hingegen die Rollen vertauscht. Der Mensch nimmt hier die Rolle des Studienobjekts ein, das von drei als Künstlern agierenden Robotern gezeichnet wird.

The Exhibition.

Mit „Human Factor – Endless Prototyping“ kuratiert Ars Electronica Linz – eine der wichtigsten Medienkunst-Plattformen weltweit – bereits zum fünften Mal eine Ausstellung für das DRIVE. Was 2010 begann, entwickelte sich bis jetzt zu einer kontinuierlichen und stabilen Partnerschaft, die dank zumeist interaktiver Kunstobjekte sowohl neue Sichtweisen anregt als auch Impulse für die Zukunft gibt. Wie schon in der letzten Gruppenexposition „Wie eine zweite Natur“ im Jahr 2013 wird auch die aktuelle Ars Electronica Linz Ausstellung zudem um ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Diskussionsrunden, Performances, Workshops und künstlerischen Interventionen ergänzt.

So erwartete die Besucher am 5. Juli zum Auftakt des Rahmenprogramms die Paneldiskussion „DRIVEN by ART: Human Factor – Endless Prototyping“. Internationale Vertreter aus den Bereichen Kunst, Wissenschaft und Industrie diskutierten hier, inwiefern sich mithilfe von prototypischen Kunstwerken individuelle Lösungsansätze entwickeln lassen, um den Herausforderungen des digitalen Zeitalters zu begegnen. Teilnehmer des Panels waren Bernd Scherer (Haus der Kulturen der Welt), Horst Hörtner (Ars Electronica Fturelab), Irini Papadimitrou (Victoria & Albert Museum), Peter Wouda (Volkswagen Design Center), Teresa Dillon (Künstlerin) und Gerfried Stocker (Ars Eletronica Linz). Wer sich nun selbst in das beeindruckende Spannungsverhältnis von Möglichkeiten und Risiken des durch Menschen verursachten Fortschritts begeben möchte, hat noch bis zum 27. August 2016 Gelegenheit. Der Eintritt für Ausstellung und begleitendes Rahmenprogramm ist frei.