Volkswagen Fleet Magazine

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SEAT  |  Mobile Device


Drive Digital

Die SEAT Connect Range

Gute Verbindungen sind wichtig für eine erfolgreiche Zukunft. Kein Wunder also, dass Konnektivität bei der Digitalisierung von Fahrzeugen eine entscheidende Rolle spielt. Fleet Driver traf Roger Giralt in Barcelona und erfuhr, wie Seat die digitale Entwicklung vorantreibt.

Roger Giralt Bartolomé, Head of Connected Car im Centro Técnico bei SEAT

Fleet Driver: Die Digitalisierung unserer Gesellschaft ist ein Megatrend – wie begegnet SEAT diesem omnipräsenten Thema?

Roger Giralt: Wir arbeiten bereits seit einiger Zeit am Thema Digitalisierung, allerdings waren bislang nicht alle Bereiche bei SEAT involviert. Das haben wir in den letzten Monaten geändert und schaffen Schnittstellen, um Digitalisierung im Ganzen zu erreichen.

Was bietet SEAT derzeit im Bereich Konnektivität an?

Roger Giralt: Wir haben im letzten Jahr die SEAT CONNECT Modelle herausgebracht. Diese Autos bieten die Full Link Lösung, bei der das Smartphone auf das Fahrzeugdisplay gespiegelt wird. Und wir haben die SEAT ConnectApp entwickelt. Beides trifft auf hohe Akzeptanz. Jetzt untersuchen wir, wie wir ein vollständig „connected“ Fahrzeug bauen können – dass also Funktionen auch zur Verfügung stehen, wenn Fahrer und Mobiltelefon sich nicht im Fahrzeug befinden.

Viele Kunden wollen mittlerweile „always on“ sein. Welche Möglichkeiten haben sie dazu in einem SEAT?

Roger Giralt: Das erreichen wir über Full Link. Damit werden unsere Kunden ihre SMS, E-Mails, Facebook-Nachrichten und Tweets vorgelesen und sie können per Voice Control die Kommunikation steuern.

Social Media dank Voice Control "always on"

Vom Touch-Konzept bis zur Gestensteuerung – wie wird sich die Fahrzeugbedienung ändern?

Roger Giralt: Ganz wichtig ist uns, dass wir einfach und sicher zu bedienende Technologien anbieten, um den Fahrer nicht abzulenken. Gesten- und Stimmerkennung sind Schlüsselfaktoren, die Funktionalität ins Auto bringen. Die Herausforderung ist, dass sie hervorragend funktionieren müssen, um Ablenkung zu vermeiden und um akzeptiert zu werden.

SEAT hat eine Kooperation mit Samsung zur Entwicklung innovativer Konnektivitätslösungen vereinbart. Welche Vorteile versprechen Sie sich davon?

Roger Giralt: Diese Zusammenarbeit ist einzigartig. Üblicherweise werden nur die Top-Modelle der Smartphone-Hersteller bei der Neuentwicklung von Technologien und in Sachen Kompatibilität berücksichtigt. Durch die Kooperation können wir sicherstellen, dass die Entwicklung auch im mittleren Segment der Samsung-Smartphones stattfindet. So erzielen wir eine viel größere Reichweite bei unseren Kunden.

SEAT Full Link Technologie

Staus sind für jeden Autofahrer ein Ärgernis. Nicht selten warnt der Verkehrsfunk erst dann, wenn es bereits zu spät ist. Wann werden Real-Time-Traffic- Informationen bei SEAT Einzug halten?

Roger Giralt: Steigende Mobilität und viele Fahrten im Stadtverkehr machen Online-Staumeldungen immer notwendiger. Wir stellen sie unseren Kunden über die Full Link Technologie zur Verfügung, da wir die Informationen bereits in den Smartphone Apps haben. So können die Echtzeitstaumeldungen einfach auf das Display des Fahrzeugs projiziert werden.

Warum sollte sich ein Kunde nach wie vor für ein festeingebautes Navigationssystem entscheiden, wenn er doch auch eine Navi-App auf seinem Smartphone nutzen könnte?

Roger Giralt: In der Tat funktionieren mobile Navigationslösungen im Auto recht gut. Man kann Google Maps oder Apple Maps per MirrorLink verwenden. Aber es ist einfacher, das fahrzeuginterne Navigationssystem mit nur einem Klick zu aktivieren. Und es ist schneller. Auch im Hinblick auf autonomes Fahren wird die installierte Navigation künftig essenziell sein.

Welche Wege beschreitet SEAT generell beim Thema Vernetzung?

Roger Giralt: Die Einwohnerzahlen in den Städten steigen weiter an, Mobilität wird immer wichtiger. Wie wir sie vorantreiben und verbessern können, diskutieren wir deshalb mit Städten und Verwaltungen. Mit der Stadt Barcelona haben wir ein Prototyp-Projekt – wir verbinden unsere Autos mit der IT-Plattform der Stadt. So können wir unsere Kunden zum Beispiel in Echtzeit über verfügbare Parkplätze informieren. Die Kunden müssen nicht mehr so lange herumfahren und die Mobilität in der Stadt wird verbessert.

Nach Ansicht vieler Experten ist die Vernetzung von Autos mit der Infrastruktur (Car-to-X) für eine echtzeitbasierte Verkehrssteuerung ein Muss. Wie sieht Ihre Einschätzung aus?

Roger Giralt: Das stimmt. Wie gerade erwähnt, testen wir bereits in diese Richtung. Die Sache mit den Parkplätzen ist nur eine Möglichkeit – wir könnten noch weitaus mehr Informationen ins Auto bringen. Wir sind in entsprechenden Gesprächen mit der Stadt. Stellen Sie sich beispielsweise vor, man wüsste, wann Ampeln auf grün springen, sodass man die Geschwindigkeit entsprechend anpassen und auf diese Weise eine Art grüne Welle kreieren könnte. Das ist nur ein einfaches Beispiel für Car-to-X-Infrastructure. Aber auch Car-to-Car-Informationen werden die Mobilität in Zukunft stark verändern.

Wie geht SEAT mit dem Thema Datenschutz um?

Roger Giralt: Datenschutz und Sicherheit nehmen wir bei SEAT sehr ernst! Bei der Entwicklung der SEAT ConnectApp fragten wir uns: Welche Daten sind persönlich und müssen auch persönlich bleiben – und welche Daten braucht das Fahrzeug? Persönliche Daten bleiben im Mobiltelefon, die bekommt das Auto gar nicht. Sobald der Nutzer mitsamt seinem Smartphone das Auto verlässt, nimmt er diese Daten auch mit sich aus dem Auto heraus.