Volkswagen Fleet Magazine

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Volkswagen  |  Golf Alltrack


Heiße Ausfahrt

Natürlich kamen all die großen Westernhelden hier durch – getreu dem Motto: Wenn du das Death Valley überlebst, muss der Tod noch ein Weilchen warten. Während Pferde und Colts längst nicht mehr (überall) erste Wahl für Abenteuereisen sind, hat die Anziehungskraft des Death Valley nie wirklich nachgelassen.

Das Tal der Täler liegt an der östlichen Grenze von Kalifornien und hat von all dem Fortschritt um sich herum – es liegen nur fünf große Bergketten zwischen ihm und Los Angeles – nicht viel mitbekommen. Keine Burger-Bude lockt, kein Luxushotel verwöhnt, nicht mal eine kleine Shopping Mall hat sich bislang an den Rand des Death Valley gewagt. In der 235 Kilometer langen Talebene scheint die Zeit auf ihre ganz eigene Art und Weise stehen geblieben zu sein. Genauer gesagt betrifft das das komplette Territorium des gleichnamigen Nationalparks, der seit 1994 genau 13.628 Quadratkilometern umfasst.

Umringt wird das Todestal von über 3.000 Meter hohen Bergen. Mittendrin wandern goldgelbe Sanddünen, glitzert die Salzkruste eines einstigen Sees, und funkelt ein tornadoroter Golf Alltrack in der Sonne. Sie wissen schon, das ist der Golf für alle Fälle. Oder besser: für alle Wege. Das eigenständige Schwestermodell der Kombiversion Variant. Der nicht nur nach Allterrain aussieht, sondern auch alle wichtigen Zutaten dafür an Bord hat: Zum Beispiel das serienmäßige Schlechtwegefahrwerk mit dem entscheidenden Plus an Bodenfreiheit. Den Antrieb schützt ein dezenter Unterfahrschutz in Edelstahloptik, den Saum des Blechkleides robuste Verplankungen aus Kunststoff. And of course: der talentierte 4Motion-Allradantrieb schiebt nach vorne.

Mittendrin wandern goldgelbe Sanddünen, glitzert die Salzkruste eines einstigen Sees, und funkelt ein tornadoroter Golf Alltrack in der Sonne. Sie wissen schon, das ist der Golf für alle Fälle.

Damit will der Alltrack sogleich das Death Valley erkunden, wie jährlich rund 1,2 Millionen Besucher, von denen gut 40 Prozent einen deutschen Pass haben. Sie alle zieht dieser unwirtliche Ort in der Wüste an. Dass er Heimat von mehr als 900 verschiedenen Pflanzen und Baumarten ist, bemerken dabei die Wenigsten. 21 dieser Arten kommen übrigens nur hier vor.

Zauberhafte Einsamkeit

Was dagegen jedes Kind lernt: Das Death Valley zählt zu den heißesten Orten der Welt. In den Sommermonaten steigt die Temperatur regelmäßig auf mehr als 45 Grad Celsius. Schatten unter Bäumen? Oder an der Bar eines Salons? Schöner Traum!

Das Glück ist an diesem Morgen auf unserer Seite: Zum einen serviert die serienmäßige Zweizonen-Klimaanlage des Golf Alltrack gefilterte Luft mit angenehme 20 Grad. Zum anderen informiert seine Außentemperaturanzeige über milde 24 Grad. Nicht schlecht für einen wolkenlosen Januarmorgen – optimal für den Besuch im Death Valley. Denn während sich im Sommer die meisten Besucher schweißgetränkt an Wasserflaschen klammern, anstatt den Ausblick zu genießen, serviert der Winter jene Wohlfühltemperaturen, die Entdeckungsreisen bekömmlich machen. Und eine Einsamkeit, die den Blick zauberhaft leert.

Erstaunlicher Weise scheint sich das mit dem milden Winterwetter noch nicht rumgesprochen zu haben. Das versteht auch einer der neun Park-Ranger nicht, der den Alltrack aus Neugier am Eingang zum Death Valley stoppt. „Is it the new Audi?“ fragt er und schmunzelt. Dann tastet sein Blick über die roten LED-Rückleuchten (hat er noch nie im wahren Leben gesehen) und weiter zum Schriftzug 4Motion. „Hat der tatsächlich Allrad?“, fragt er verdutzt. Um dann mehr über das „Yes“ als über das „Sir“ zu staunen. Die Haldexkupplung gefällt ihm – wie sie automatisch die Antriebskraft des 1.8er Benziners auf beide Achsen verteilt. Kurz darauf lobt er den aufgeräumten, tadellos verarbeiteten Innenraum, den scharfen Bildschirm des Navigationssystems und das riesige Glasschiebedach. Zur Verabschiedung gibt’s einen kräftigen Händedruck und eine Faltkarte vom Park.

Heiße Nacht: 41,7 Grad Celsius

Mit stolz geschweltem Grill rollt der Alltrack leise über den rauen, rissigen Asphalt – schnurstracks ins Tal hinein. Die Straße wirkt, als hätte sie jemand wahllos ausgerollt. Nach fast einer Stunde ohne Gegenverkehr taucht ein ausgeblichenes braunes Hinweisschild auf, welches von der Sonne bereits ordentlich gegrillt wurde. Es informiert über den tiefsten Punkt der westlichen Hemisphäre. Dieser liegt etwas abseits der Hauptader, im südlichen Teil des Death Valley und trägt den Namen Badwater.

Der Alltrack folgt dem Hinweisschild und biegt auf die kleine Nebenstraße, die der Jahreshauptversammlung der Kieselsteine gleicht. Der Volkswagen nimmt es locker – rollt gemütlich weiter, bis er den tiefsten Punkt des Death Valley vor den Scheinwerfern hat. Hier, bei 85,5 Meter unter dem Meeresspiegel werden regelmäßig die höchsten Temperaturen in Nordamerika gemessen. Und das, obwohl der Pazifischen Ozean nur wenige hundert Kilometer entfernt gegen die Kalifornische Küste schwappt. Der Hitzerekord wurde übrigens am 10. Juli 1913 gemessen: 56,7 Grad Celsius. Die heißeste Nacht gab‘s es hier erst rund 100 Jahre später – mit 41,7 Grad Celsius.

Tagsüber: Hell und grell

Zurück auf der einsamen Hauptstraße wird einmal mehr klar, wie schwer die Orientierung im Tal fällt. Das liegt an der monotonen, kargen und riesigen Landschaft. Wenig Chancen, sich da einen Punkt einzuprägen. Zudem knallt die Sonne so hell und grell, dass sich ihr genauer Stand ohne Sonnenbrille nur schwer ausmachen lässt.

 

Zum Glück weiß das Navigationssystem des Golf, wohin es geht. Mit seinen Talenten hätten die Siedler 1849 wohl auch keine Probleme gehabt. So aber verloren sie mit ihren 100 Planwagen auf der Suche nach einer Abkürzung des Old Spanish Trail die Orientierung – und mühten sich wochenlang, einen Weg aus dem Tal zu finden. Irgendwann ging ihnen die Verpflegung aus und sie mussten einige der Zug-Ochsen verspeisen. Als sie schließlich über den Wingate Pass entkommen konnten, soll sich eine der Frauen aus der Gruppe umgedreht und „Goodbye, Death Valley“ gerufen haben. Daher der Name.

 

Den Alltrack wird dieses Schicksal nicht ereilen. Im Offroad-Programm erkundet er auf unbefestigten Pfaden die schönsten Ecken des Nationalparks. Die da wären: den Titus Canyon mit seiner Geisterstadt und den bunten Felsen, den Telescope Peak Trail, der den Volkswagen durch Kiefernwälder auf eine Höhe von über 3.000 Meter führt. Was für eine Aussicht!

Am Devil’s Golf Course bestaunt der Alltrack die prächtigen Sanddünen, kann aber keine der hier beheimateten Klapperschlangen rasseln hören. Sie scheinen wohl gerade Mittagsschlaf zu halten.

Kurz nach fünf macht auch die Sonne Feierabend. Und dann wird es mit einem Mal frisch. Die perfekte Zeit für ein Feuer auf einem der Campingplätze, von denen es im Park einige gibt; die meisten sind kostenlos. Nachdem das Zelt steht, gibt es selbstgemachte Burger. Die Anlage des Alltrack serviert ganz leise Ben Howard, der voller Hingabe über „Small Things“ singt.

 

Der Golf Alltrack hat das Tal des Todes bezwungen. Und taucht nun ein, in diese wunderbare Stille unter diesem riesigen Sternenteppich. Eine der großartigsten Zaubereien des Death Valley-Nationalparks.

1Golf Alltrack 1.8 TSI 4MOTION, 132 kW / Kraftstoffverbrauch in l/100 km: innerorts 8,2  / außerorts 5,8 / kombiniert 6,7; CO2-Emission in g/km: 156 (kombiniert), Effizienzklasse: C.