Volkswagen Fleet Magazine

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Volkswagen  |  Bremsen


Ausgebremst

Die Fahrt verläuft ruhig und entspannt, bis plötzlich dieses gelbe Signal aufleuchtet. Zusätzlich vermeldet das Info-Display: „Bremsbeläge prüfen“. Nun ist guter Rat teuer: Gleich den Pannendienst rufen – oder einfach in Ruhe einen Werkstatttermin vereinbaren?

Selbstverständlich sind Warnsignale im Fahrzeug generell mit großer Sorgfalt zu beachten, allerdings besteht nicht bei allen sofortiger Handlungsbedarf. Bei der eingangs erwähnten gelben Kontrollleuchte handelt es sich um die Bremsenverschleißanzeige. Sie warnt vor abgenutzten Bremsbelägen und es genügt in der Regel zügig einen Werkstatttermin auszumachen und einen Fachmann auf die Bremsanlage schauen zu lassen.

Höchstleistung am Rad

Es stimmt schon: Die Bremsanlage ist eines dieser Elemente am Fahrzeug, denen wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Und doch kommt ihr der Spitzenplatz unter den elementaren Bauteilen eines Autos zu. Bestehend aus Bremsscheiben, Bremsbelägen und –flüssigkeit reduziert sie die Geschwindigkeit eines Fahrzeugs wirkungsvoll bis zum Stillstand. Und das unter Höchstleistung, schließlich sind Bremsscheiben und Beläge etwa bei einer Vollbremsung Belastungen von bis zu 1,5 Tonnen ausgesetzt. Auch die Bremsleistung ist enorm und übersteigt die Motorleistung mit bis zu 883 kW beziehungsweise 1.200 PS um ein Vielfaches. Außerdem muss sie großen Temperaturschwankungen standhalten, beispielsweise bei Bergabfahrten aus dem kalten Zustand auf glühend heiße 1.000°C.

Paarweise wechseln

Die Bremsanlage ist also ein echter Spitzensportler und wird deshalb immer auf die Bedürfnisse des jeweiligen Fahrzeugmodells abgestimmt. Motorleistung, Höchstgeschwindigkeit und Gewicht des Modells bestimmen die passenden Bremsscheiben und Beläge. Regelmäßig vom Fachmann beim Räderwechsel etwa im Frühjahr und Herbst überprüft, können sie so nach individueller Belastung und Kilometerleistung rechtzeitig getauscht werden. Übrigens werden Bremsscheiben und -beläge an einer Achse immer paarweise gewechselt, da sie auf einer Fahrzeugseite stärker abgenutzt sein könnten und das Fahrzeug bei einer Gefahrenbremsung dann unkontrolliert in eine Richtung ziehen würde – das gilt es zu vermeiden.

Flüssig bleiben

Neben Bremsscheiben und Belägen kommt auch der Bremsflüssigkeit eine wichtige Aufgabe zu: Sie überträgt die vom Autofahrer auf das Pedal ausgeübte Kraft auf die Bremse. Die Bremsflüssigkeit muss selbst bei Minustemperaturen von bis zu -40°C flüssig bleiben und bei starker Hitze ausreichend kühl. Sie kann Feuchtigkeit aufnehmen und verhindert so, dass sich im Bremssystem Tropfen bilden – die Ursache für Rost und eine verminderte Bremskraft. Steigt der Wasseranteil in der Bremsflüssigkeit allerdings weiter an, sinkt der Siedepunkt und es steigt die Gefahr, dass Dampfblasen entstehen. Diese würden sich beim Tritt auf das Bremspedal zusammendrücken und dadurch die Bremskraft vermindern. Da dies im Alltag kaum auffällt und erst bei einer Gefahrenbremsung zum Tragen kommt, empfehlen Experten die Bremsflüssigkeit regelmäßig überprüfen zu lassen.

Sidney erklärt: Bremsen.